```html Raumfrage | Francesca Brignoli Lutz

Raumfrage und Verantwortung

Eine zentrale Herausforderung für den Schulzweckverband

Zwei Bau- und Standortaufgaben im Bezirk Affoltern

  • Projekt 1: Standort der Heilpädagogischen Schule (HPS) im Schulhaus Stigeli ist nicht dauerhaft gesichert; Mietvertrag läuft spätestens Sommer 2028 aus (Verlängerung wird geprüft).
  • Projekt 2: Aufbau einer B2-Sonderschule im Bezirk Affoltern zur Schliessung einer Versorgungslücke.
  • Konsequenz: Eine gemeinsame Standort- und Raumstrategie im Bezirk Affoltern ist notwendig.

Geeignete Räume sind eine Grundvoraussetzung für gute sonderpädagogische Arbeit. Es lohnt sich, hier Klarheit zu schaffen: Was ist der Status, wovon hängt was ab – und welche nächsten Schritte sind realistisch und verantwortbar.

Projekt 1: Neue Schulräume für die Heilpädagogische Schule (HPS)

Die Heilpädagogische Schule des Schulzweckverbands Bezirk Affoltern ist seit ihrer Gründung in den 1960er-Jahren im Schulhaus Stigeli in Affoltern am Albis untergebracht. Diese Lösung hat sich über viele Jahre bewährt, ist jedoch nicht dauerhaft gesichert. Der Mietvertrag läuft spätestens im Sommer 2028 aus; eine allfällige Verlängerungsoption wird geprüft. Unabhängig davon muss rechtzeitig eine tragfähige, langfristige Raumlösung beschlossen und umgesetzt sein.

Projekt 2: Aufbau einer B2-Sonderschule im Bezirk Affoltern

Im Bezirk Affoltern fehlt ein Angebot für Kinder und Jugendliche mit Körper-, Sinnes- oder Mehrfachbeeinträchtigungen und kognitiver Beeinträchtigung. Heute müssen betroffene Schülerinnen und Schüler oft weite Wege zurücklegen; gleichzeitig sind Plätze in Nachbarregionen knapp. Wenn keine Plätze gefunden werden, entstehen belastende Einzellösungen – mit hoher Beanspruchung für Kinder und Familien sowie für Schulen und Gemeinden. Der Aufbau der Sonderschule wird vom Kanton Zürich fachlich begleitet.

Neue Standortsuche

Die Standortsuche bildet den gemeinsamen Rahmen für Projekt 1 und Projekt 2. Um keine Zeit zu verlieren, wurde eine Schulraumplanungskommission eingesetzt. Sie prüft verschiedene Optionen, darunter Mietlösungen, bestehende Liegenschaften in den Verbandsgemeinden sowie geeignete Standorte im Bezirk Affoltern.

Ziel der Standortsuche ist, Varianten so aufzubereiten, dass Pädagogik, Sicherheit, Aussenraum, Umsetzbarkeit und Betrieb seriös gegeneinander abgewogen werden können.

Nächste Schritte

  1. Anforderungen beider Projekte bündeln (Sicherheit, Barrierefreiheit, Therapie, Aussenraum, Logistik)
  2. Standorte/Varianten im Bezirk Affoltern prüfen und vergleichbar machen
  3. Entscheidungsgrundlagen mit Termin- und Risikoplan aufbereiten
  4. Umsetzung so steuern, dass spätestens 2030 eingehalten wird

Rolle des Präsidiums

Die Raumfrage ist kein kurzfristiges Einzelprojekt, sondern eine strategische Führungsaufgabe. Als Präsidentin ist es meine Aufgabe, den Prozess eng zu begleiten, transparente Entscheidungsgrundlagen zu schaffen und die Zusammenarbeit zwischen Schulzweckverband, Gemeinden und Kanton zu koordinieren.

Ziel sind Lösungen, die pädagogisch sinnvoll, finanziell tragbar und langfristig stabil sind – im Interesse der Schulen und Gemeinden im Bezirk Affoltern sowie der Kinder und Familien und der Mitarbeitenden.

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